Zur Abwechslung mal die Rinde

Japanischer Baumkuchen aus Hannover

Delikatessen bei Mitsukoshi

Im Kaufhaus Mitsukoshi habe ich vor Kurzem eine schöne Entdeckung gemacht. Im Untergeschoss befindet sich in jedem japanischen Kaufhaus die Abteilung für delica: kurz für Delikatessen. Darunter verstehen die Japaner verführerische, frisch vorgekochte Leckereien. Die sind keinesfalls vergleichbar mit den verpackten Fertiggerichten aus den Lebensmittelabteilungen der deutschen Kaufhäuser, eher mit den wunderbaren Spezereien aus dem Hause Dallmayr in München. Einen Einblick in die vielfältige Welt des Vorgekochten japanischer Provenienz geben die Seiten der Kette RF1, leider nur in Japanisch. Man kauft meist davon viel zu viel, denn alles sieht sehr lecker aus und schmeckt auch sehr lecker.

In einer Ecke der Delikatessenabteilung von Mitsukoshi habe ich den bisher besten Baumkuchen entdeckt. Er wird verkauft von der Holländischen Kakao-Stube Hannover, einem Café aus Hannover, das dort 1885 eröffnet wurde. Aus mir unbekannten Gründen hat dieses Café den Weg nach Japan gefunden und man kann daher nun in halb Japan neben „normalem“ Baumkuchen, Baumspitzen, Spanischer Vanilletorte, Zitronenkuchen u.a. auch eine Baumrinde kaufen, die ich wärmstens empfehlen kann.

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Der Baumkuchen zum Valentinstag

Der Aufdruck auf der Tüte
Wer oder was ist damit gemeint?

Die Einkaufstüte

Während man in Deutschland bereits seit einiger Zeit prinzipiell keine Einkaufstasche oder -tüte mehr bekommt, ist die Einkaufstüte in Japan bei Qualitätsprodukten immer noch Standard. Mehr noch: Die bedruckte Tüte ist häufig ein Bestandteil des Produkts. Undenkbar, dass die japanische Frau ein Kleidungsstück oder ein Stück Kosmetik in einem Kaufhaus kauft, ohne die entsprechende Tüte dazuzubekommen. So sieht man schon von außen, was sich jemand leisten kann. Die Tüte ist sogar so wichtig, dass sie von dem Verkaufspersonal des Kaufhauses bei Regenwetter noch einmal in durchsichtiges Plastik verpackt wird. Von der Kaufhauskette Daimaru (大丸) wird das sogar in einem Manga für Ausländer als besonderer Service angepriesen.

Und auch bei Qualitätsbaumkuchen bekommt man eine besondere Tüte. In diesem Fall mit dem Aufdruck: So süß So glücklich. Was mag sich darin wohl verbergen?

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Karamellisierter Baumkuchen aus Nagoya

Die aufgemotzte Packung des Pudding-Baums

Die Seitenansicht der Verpackung

Eine Entdeckung auf der Autobahnraststätte

Auf einem Trip an den Biwa-See habe ich in der Provinz Shiga, genau gesagt auf der Autobahnraststätte Ibuki, einen Baumkuchen aus Nagoya, der Hauptstadt der Provinz Aichi, entdeckt: der „karamellisierte Pudding-Baum aus Nagoya“. So wird er als Souvenir beworben. Dass ein Baumkuchen aus Nagoya als Souvenir in der Provinz Shiga verkauft wird, hätte mich stutzig machen sollen, denn normalerweise kauft man Spezialitäten aus der Gegend und bringt sie Freunden und Verwandten mit. Etwa so, wie man in Deutschland früher Ansichtskarten aus der Gegend verschickt hat, in der man Urlaub gemacht hat.

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Happy Halloween-Baum nur im Herbst

Die japanische Baumkuchen-Industrie lässt kein Ereignis aus, um das Geschäft anzukurbeln. Für Halloween hat daher auch eine Madame Shinco aus Osaka einen speziellen Baumkuchen im Angebot: Dazu hat Sie kurzerhand den Maple Sirup und die Schokolade ihres Madame Brulee Baumkuchens durch Maronencreme ersetzt, die Schokolade nicht mehr großflächig, sondern im (Spinnen)Netzmuster aufgebracht und einige spooky Figuren appliziert – fertig ist der Happy Halloween-Baum.

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Noch ein Baumkuchen aus den Bergen

Obwohl er eigentlich aus der Megapolis Tokyo, genau gesagt sogar aus einem der Zentren von Tokyo, der berühmten Ginza, kommt, nennt ihn die Firma Nenrinya, „Mount Baum“. Nenrinya ist eine der Nobel-Firmen, wo im Schaufenster die Baumkuchen an langen Stangen wie waagrechte Döner gebacken werden. Hin und wieder kommt es vor, dass eine der großen Medien über das Geschäft berichtet. Dann gibt es einige Wochen lange Schlangen vor dem Laden, die durch geschickte Mäander gebändigt werden. Am Ende der Schlange steht dann eine Hilfskraft mit einem Schild, auf dem angegeben wird, wie lange man aktuell warten muss. Das kann dann leicht mal eine Stunde oder mehr sein.

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Der Kokos-Baumkuchen

Kokosnuss Baumkuchen

Wie versprochen scheue ich weder Geld noch Kalorien, sondern probiere den Kokosnuss-Baumkuchen von Kaldi. Er gehört zur Sorte Stick-Baum. Wie die anderen dieser Kategorie auch, ist er sehr kompakt in der Konsistenz. Der Geschmack ist eindeutig Kokosnuss. Da ich Kokosnuss sehr mag, kommt mir das entgegen. Er erinnert mich ein wenig an Bounty – sozusagen der Bounty-Baumkuchen. „Der Kokos-Baumkuchen“ weiterlesen

Der Baumkuchen ist eine Scheibe

Der Baumkuchen der Firma Blanka fällt etwas aus der Rolle: Weder gehört er in die Kategorie Stick-Baumkuchen noch hat er die typische runde Form mit dem Loch in der Mitte. Er ist einfach eine Scheibe, bei der deutlich die Schichten zu sehen sind. Das Besondere an ihm ist, dass er sowohl oben als auch genau in der Mitte mit einer feinen Schicht Glasur versehen ist, die nach Zitrone schmeckt. Das macht den Teig angenehm feucht und gibt ihm einen interessanten Geschmack. Das Zitronemaroma ist angenehmer als bei dem neulich besprochenen Zitronen-Limonen-Baumkuchen von Kaldi. „Der Baumkuchen ist eine Scheibe“ weiterlesen

Der Zitronenbaum

Lemon&Lime Baumkuchen

Werbung für den Lemon-Lime-Baumkuchen
© Kaldi Coffee Farm
Erwartet habe ich ein saures Stück. Immerhin steht Lemon & Lime auf der Verpackung. Beworben wurde der Baumkuchen sehr auffällig als ein Baumkuchen für den Sommer, der gekühlt gegessen werden sollte. Er sei genau richtig für den Beginn des Sommers, daher sei er auch nur zeitlich begrenzt verfügbar. „Der Zitronenbaum“ weiterlesen

Der Erdbeerbaumkuchen: begrenzt verfügbar

Erdbeer-Baumkuchen in Japan

Ganz schnell, ehe es zu spät ist: In Japan beginnt die Erdbeerzeit um Weihnachten herum, denn der Weihnachtskuchen ist ein Sahne-Erdbeer-Biskuitteig-Kuchen. Die Saison geht bis etwa Ende Mai. Von Weihnachten bis Mai wird man mit Erdbeerprodukten überschüttet. Natürlich auch mit frischen Erdbeeren. Aber alles, was nicht frisch gegessen werden kann, wird verarbeitet. Zum Beispiel zu Erdbeer-Baumkuchen.

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